Küstenfunkstelle

darunter versteht man die Funkstellen des Seefunk - Dienstes, die Nachrichten von Seefahrzeugen auf See an Land weitergeleitet haben, oder umgekehrt. Dies geschieht per Telegrafie oder auch per Sprechfunk. Sie haben auch die Aufgabe der Notfallkoordination.

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Seefunk

ist der Austausch von Nachrichten unterhalb und zu Schiffen insgesamt. Die ortsfesten Funkstellen nennt man Küstenfunkstellen, die sich auf Schiffen und Booten ( Kutter Yacht Segler usw... ) befindlichen Funkstellen werden als Seefunkstelle bezeichnet. Bis zum Aufkommen des Satellitenfunks waren die Reeder auf diese Art der Kommunikation angewiesen, da auch eine direkte Verbindung mit dem Telefonnetz hergestellt werden konnte. In der heutigen Zeit ist diese Art der Kommunikation praktisch bedeutungslos geworden, Satelliten haben diese Funktion übernommen.

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Historie des Seefunkdienstes

Im Jahre 1897 gelang es Guglielmo Marconi das erste mal in der Menschheitsgeschichte drahtlose Nachrichten über eine Entfernung von 5,5km über den Bristol-Kanal zu übertragen. Schon wenige Zeit später, im Jahre 1901 gab es das erste Funkgespräch zwischen England und Neuschottland. Das war dann auch die Geburtsstunde des Seefunks. Die Geschichte des Seefunks ist stark mit der Stadt Cuxhaven verbunden. Dr. rer. nat. Jonathan Zenneck ( späterer Geheimrat und Professor) wurde als Assistent des physikalischen Instituts der Universität Straßburg von seinem damaligen Direktor Ferdinand Braun damit beauftragt, Versuche mit drahtloser Telegrafie aufzunehmen. Unter Cuxhavens Kugelbake errichtete Zenneck im Jahr 1898 seine Funkstation. Er begann seine funktelegrafischen Versuche mit den Feuerschiffen Elbe I, II, III und IV, der Insel Neuwerk, mit dem Helgoland-Dampfer "Sylvana" und auch mit einer auf der Insel Helgoland errichteten Station. Im Winter 1900 verließ er er wieder Cuxhaven mit dem Ergebniss Funkverbindungen über 70 km errichten zu können. Cuxhaven kann somit als Wiege des deutschen Seefunks bezeichnet werden.
Nun wurde 1904 an der Alten Liebe in Cuxhaven die "Marinefunkstation Cuxhaven" errichtet, die bis 31.12.1998 tätig war. Satellitenkommunkation machten sie endgültig überflüssig.

Liste von bekannten Küstenfunkstellen
  • Kiel Radio (DAO) Deutschland
  • Elbe-Weser Radio (DAC) Deutschland
  • Rügen Radio (DHS / Y5M) Deutschland
  • Norddeich Radio (DAN) Deutschland (( abgeschaltet ))
  • Portishead Radio (GKB) Großbritannien
  • Lyngby Radio (TDC) Dänemark
  • Bergen Radio (LGN) Norwegen
  • Stockholm Radio (SDJ) Schweden
  • San Francicso Radio (KFS] Vereinigte Staaten Amerika

Um auch noch kleiner Boote und Schiffe ( die nicht unter die Ausrüstungspflicht für GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System) fallen ) auf den Seenotkanälen überwachen zu können, war es notwendig doch noch eine Station zu betreiben:

Bremen Rescue Radio (BRR)

ist eine Funkwache der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Eröffnung dieser Station erfolgte am 12. Januar 1999. Bremen Rescue Radio überwacht rund um die Uhr den gesamten Funkverkehr auf den UKW-Seenotkanälen 16 und 70 und leitet erforderliche Notmaßnahmen, wie die Alarmierung der Seenotrettung ein.

Schleusenfunk

Was bedeutet „Schleusenfunk“ und welchen Zwecken dient er ? Erklärung: Der Betrieb eines Funkkanals im Verkehrskreis Nautische Information zur Regelung des Schiffsverkehrs im Schleusenbereich.

Binnenschifffahrtsfunk

ist unter dem Begriff „Binnenschifffahrtsfunk“ zu verstehen ? Erklärung: Internationaler mobiler UKW/VHF- und UHF-Sprechfunkdienst auf Binnenschifffahrtsstraßen

ständige Empfangsbereitschft

Auf welchem UKW-Kanal müssen Schiffsfunkstellen ( unabhängig vom befahrenen Streckenabschnitt ) während der Fahrt ständig empfangsbereit sein ? Erklärung: auf dem UKW-Kanal 10.

Handfunkgerät im Seefunkdienst

Auf welchen Verkehrskreis und auf welche Kanäle ist die Verwendung tragbarer UKW-Funkanlagen im Binnenschifffahrtsfunk beschränkt ? Erklärung: auf den Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord“ mit den UKW-Kanälen 15 und 17.

Frequenzbereich im UKW Band

Auf welchen Frequenzen wird der Binnenschifffahrtsfunk abgewickelt und wie wird dieser Frequenzbereich allgemein bezeichnet ? Erklärung: Frequenzen 156 bis 174 MHz, Ultrakurzwellenbereich (VHF/UKW).


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Prüfungshörbuch Funkbetriebszeugnis SRC, 1 Audio-CD
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Deutsche Welle

Für alle unterwegs auf dem Wasser sicherlich sehr informativ.
Hier die Frequenz wann sie wo weltweit in deutsch zu empfangen ist:

Europa
UTC (MESZ) Frequenzen
00.00-02.00 (02.00-04.00) 7.130 kHz
00.00-06.00 (02.00-08.00) 3.995 kHz
00.00-00.00 (02.00-02.00) 6.075 kHz
06.00-10.00 (08.00-12.00) 11.865 kHz
06.00-16.00 (08.00-18.00) 17.845 kHz
06.00-20.00 (08.00-22.00) 6.140, 13.780 kHz
06.00-22.00 (08.00-00.00) 9.545 kHz
10.00-14.00 (12.00-16.00) 15.640, 17.560 kHz
14.00-18.00 (16.00-20.00) 11.795, 21.560 kHz
20.00-00.00 (22.00-02.00) 3.995 kHz
02.00-03.00 (04.00-15.00) 21.00-22.00 UTC von: 693 kHz Moskau und 1.188 kHz St. Petersburg

Afrika
UTC (Lokalzeit) Frequenzen

02.00-22.00 (03.00-23.00) 9.545 kHz
04.00-06.00 (05.00-07.00) 9.700, 11.795 kHz
06.00-10.00 (07.00-11.00) 15.275 kHz
09.00-14.00 (10.00-15.00) 15.135 kHz
10.00-14.00 (11.00-15.00) 17.560 kHz
14.00-18.00 (15.00-19.00) 21.560 kHz
16.00-20.00 (17.00-21.00) 9.835 kHz
18.00-22.00 (19.00-23.00) 6.075, 7.185, 7.215, 11.795, 15.275 kHz
18.00-00.00 (19.00-01.00) 17.860 kHz

Nahost
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
06.00-20.00 (09.00-23.00) 13.780 kHz
10.00-18.00 (13.00-21.00) 15.275 kHz
14.00-16.00 (17.00-19.00) 17.845 kHz
14.00-18.00 (17.00-21.00) 11.795, 21.560 kHz
16.00-20.00 (19.00-23.00) 9.835 kHz


Süd und Südostasien
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
00.00-02.00 (07.00-09.00) 9.680 kHz
00.00-03.30 (07.00-10.30) 9.795 kHz
06.00-16.00 (13.00-23.00) 17.845 kHz
10.00-14.00 (17.00-21.00) 1.548 kHz
14.00-18.00 (21.00-01.00) 11.795, 12.055 kHz
22.00-00.00 (05.00-07.00) 15.275 kHz


Japan und Ostasien
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
10.00-14.00 (19.00-23.00) 7.340, 12.000, 13.780, 15.640, 17.845 kHz
22.00-00.00 (07.00-09.00) 7.340, 9.715, 11.795 kHz


Australien & Neuseeland
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
06.00-08.00 (16.00-18.00) 6.185 kHz
06.00-10.00 (16.00-20.00) 9.690, 11.795, 21.640 kHz
06.00-14.00 (16.00-00.00) 17.845 kHz
18.00-22.00 (04.00-08.00) 9.655 kHz

Nordamerika
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
00.00-02.00 (17.00-19.00) 15.275, 15.410 kHz
00.00-04.00 (17.00-21.00) 11.990 kHz
00.00-06.00 (17.00-23.00) 6.100 kHz
04.00-06.00 (21.00-23.00) 6.085 kHz
12.00-14.00 (05.00-07.00) 15.275 kHz
14.00-17.00 (07.00-10.00) 13.610, 17.715, 17.765 kHz
18.00-00.00 (11.00-17.00) 17.860 kHz
20.00-22.00 (13.00-15.00) 17.810 kHz
22.00-00.00 (15.00-17.00) 6.100, 11.990, 15.410 kHz

Mittelamerika & Karibik

UTC (Lokalzeit) Frequenzen
00.00-02.00 (19.00-21.00) 9.730, 9.765, 15.275 kHz<
00.00-04.00 (19.00-23.00) 11.990 kHz
12.00-14.00 (07.00-09.00) 15.275 kHz
14.00-17.00 (09.00-12.00) 13.610, 17.715, 17.765 kHz
18.00-00.00 (13.00-19.00) 17.860 kHz
20.00-22.00 (15.00-17.00) 17.810 kHz
22.00-00.00 (17.00-19.00) 9.730, 9.765, 11.990 kHz


Südamerika
UTC (Lokalzeit) Frequenzen
00.00-02.00 (20.00-22.00) 9.545, 9.730, 9.765, 13.780, 15.410 kHz
00.00-04.00 (20.00-00.00) 11.990 kHz
06.00-08.00 (02.00-02.00) 6.185 kHz
06.00-10.00 (02.00-06.00) 9.690 kHz
14.00-17.00 (10.00-13.00) 17.765 kHz
20.00-22.00 (16.00-18.00) 17.810 kHz
18.00-22.00 (14.00-18.00) 15.275 kHz
18.00-00.00 (14.00-20.00) 17.860 kHz
22.00-00.00 (18.00-20.00) 9.545, 9.730, 9.765, 11.990, 13.780, 15.410 kHz


























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