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Kupferlitze oder Stahllitze ? eine Erklärung |
Kupferlitze oder Stahllitze ?
copper wire or steel wire for transmission ?
Historie der Stahllitze:
- Es gab Zeiten, in denen Kupfer sehr teuer war und kaum zu bekommen. Hier besann man sich eines anderen Materials: Stahldraht. Die mech. Vorteile des Drahtes sind die bei gleichem Durchmesser höhere Reißfestigkeit. Als elektrischer Nachteil ist der deutliche höhere Widerstandswert ( spezifischer Widerstand ) pro Meter zu sehen. Also mußte der Strahler dementsprechend dicker gemacht werden, was sich natürlich im deutlich gesteigerten Gewicht der Antenne bemerkbar macht. Die elektrischen Eigenschaften von Kupfer wurden hiermit trotzdem bei weitem nicht erreicht. Einen Nebeneffekt, der durch Händler, die hier scheinbar ihren Vorteil bei der Vermarktung des Produktes gesehen haben, gibt es. Durch die Hochohmigkeit des (der) Strahler(s) scheint die Antenne eine größere Bandbreite zu besitzen. Das ersparte zu Zeiten des manuellen Antennenmatchings das Nachstimmen der Antenne bei Frequenzwechsel innerhalb eines Amateurfunkbandes.
- Aber wie bei Filtern gilt auch hier: je höher die Breitbandigkeit, je schlechter die Güte !
Das sind physikalisch bedingte elektrische Eigenschaften, die nicht zu ändern sind!
Es gibt keine breitbandige Wunderantenne mit gutem Gewinn, Breitbandigkeit als Umkehrschluß dazu wird mit Mangel an Gewinn "erkauft".
Mit unseren heutigen Funkgeräten spielt das Nachstimmen der Antenne nur noch eine untergeordnete Rolle, das alles erledigt i.d.R. der eingebaute Antennentuner in Sekundenschnelle. Es gibt keinen Grund mehr, Stahllitze zu verwenden, es sei denn es spielt eine enorme mechanische Festigkeit eine Rolle. Europa liegt in einer gemäßigten Klimazone, so daß Hurrikans hier nicht auftreten. Also sollte auch das bei der Wahl der Antenne keine Rolle spielen.
Nachfolgende Tabelle zeigt die elektrischen Eigenschaften von Stahl und Kupfer, Sie werden erkennen, daß Stahl tlw. um 2 ! Potenzen schlechter als Kupfer liegt.
| Material
| spezifischer Widerstand in (O · m)
| Spezifischer Widerstand
in (O · mm2 / m)
| Linearer Temperaturkoeffizient in 1/K
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| Kupfer
| 1,78 · 10-8
| 0,0178
| 3,8 · 10-3
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| Stahl
| 0,10 · 10-6 bis 0,20 · 10-6
| 0,10 bis 0,20
| 5,6 · 10-3
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Quelle: Wikipedia
Es gibt mehr gute Gründe für Kupfer, speziell im DX Verkehr, als es für Stahl gibt. Der Widerstandswert spielt dabei die größte Rolle, wer will schon das empfangene Signal auf dem Weg zum Empfänger verlustig gehen sehen oder im Sendefall einen Widerstandsdraht beheizen, statt die Energie abzustrahlen ?
73 55 Euer Klaus Kranich DL7LET
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